Die Daguerreotypie




Beschreibung des Verfahren

Die Daguerreotypie war das erste praktikable Verfahren in der Geschichte der Photographie, welches Bedeutung erlangte. Es war sehr teuer und hatte einige entscheidende Nachteile, die es nur etwa 10 bis 12 Jahre am Markte hielt. So war zum Beispiel jedes Bild ein Original, das sich nicht weiter vervielfältigen ließ. Zudem war es noch seitenverkehrt und mußte verschlossen bleiben, da es von der Platte abwischbar blieb.

Aufgenommen wurden meistens nur Personen, die ca. 10-20 Sekunden still sitzen mußten, weil die Platten nur gering lichtempfindlich waren.

Die sogenannten Plaques, das waren hochglanz polierte versilberte Platten wurden kurz vor der Belichtung aufwendig geputzt und dann über Jod- und Bromdämpfen sensibilisiert.

Darauf kam die lichtempfindlich gewordene Platte in eine Kassette, die in eine entsprechend große meistens aus Holz bestehende Kamera geschoben wurde, um eine Aufnahme zu machen.

Nach der Belichtung mußte die Platte sofort in der Dunkelkammer über warmen Quecksilberdämpfen entwickelt werden. Das aufgenommene Bild kam zum Vorschein.

Fixiert wurde es anfänglich in Zyankalilösung, später in heißer Kochsalzlösung und darauf im noch heute üblichen Fixierzalz.

Das Bild besteht aus einem weißen Negativ aus Quecksilberamalgam auf einem Silberspiegel. Zum betrachten muß man es gut beleuchten und etwas dunkles einspiegeln. Dann zeigt sich das Bild auf ganz besondere Art und Weise.